Unbürokratische Hilfe

Sozialfond - DBZ Alfeld Sozialfond - DBZ Alfeld

Alfeld / Hildesheim. Mit einem Benefizkonzert, das die Service-Clubs Hildesheim und Alfeld im Oktober mit dem TfN-Musiktheater im Stadttheater Hildesheim veranstaltet haben, kann eine soziale Lücke geschlossen werden. 5.000 Euro kamen durch das gut besuchte musikalische Ereignis zusammen, die den frisch gegründeten "Sozial- und Darlehensfonds" des "Diakonischen Bildungszentrums Alfeld-Hildesheim" (DBZ) speisen. Und damit angehenden jungen Pflegeassistenten helfen, eine harte Zeit zu überbrücken.

Helgard Feldbinder, Schulleiterin des DBZ, erklärt, worum es geht: "Das sind meist junge Leute, die bisher Hartz IV bezogen haben. Sobald sie eine Ausbildung beginnen, endet diese Leistung und sie müssen einen Bafög-Antrag stellen. Aber bis sie endlich Bafög bekommen, vergehen oft Monate, in denen sie schlimmstenfalls nicht mal Geld für Essen haben." Hinzu kommen Kosten für Schulgeld und Bücher. Und das, wie Helgard Feldbinder mit aller Härte kritisiert, "obwohl Fach- und Pflegekräfte dringend gebraucht werden".

Darauf ausgerichtet war auch das Motto des Konzerts, das die Situation der Pflegeschüler mit feiner Ironie umschreibt: "Hat man nicht auch Gold beineben..." Zusätzlich zu den Konzerteinnahmen von 5.000 Euro kamen aus gegebenem Anlass noch zwei weitere Spenden: 1.000 Euro von den "Diakonischen Werken Hildesheim" und 500 Euro vom "Lions-Club Alfeld". Dr. Lucia Ruhnau, Präsidentin des Service-Clubs "Soroptimist Hildesheim", die die Leitung der Benefiz-Aktion im Stadttheater übernommen hatte, ist mit der Speisung des Sozialfonds an schneller und unbürokratischer Hilfe gelegen, "weil der bürokratische Weg so lang und unverständlich ist".

Die Gelder aus dem Fonds sollen Zuschüsse zu Klassenfahrten, Schulgeld und Büchern ermöglichen, damit die Ausbildung nicht aus finanzieller Not wieder abgebrochen werden muss. Parallel dazu gebe es für die Betroffenen auch eine Sozialberatung, berichtet Dr. Lucia Ruhnau. Trotz aller Freude über das positive Ergebnis äußern alle Betroffenen absolutes Unverständnis dafür, dass eine solche Aktion erst zustande kommen muss, um die mangelnde Zusammenarbeit zwischen Job-Center und Bafög-Amt zu kompensieren. (sch)